Stand: Oktober 2025
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Neue Runde, neues Spiel: Polizei, Politik und sogar die eigene Familie möchte Momo hinter Gittern sehen, um ein fatales Geheimnis zu schützen! Der Überlebenskampf des Gangsters wider Willen – mitreißend gespielt von Xidir Koder Alian – sorgt in der zweiten Staffel für jede Menge neue Entwicklungen auf den Straßen Berlins und hinter den Knastmauern, gräbt aber vor allem tiefer, statt nur lauter und größer zu werden. Zum eingespielten ASBEST-Cast mit u.a. Veysel Gelin, Ludwig Trepte, Jasmin Tabatabai, Jan Georg Schütte, David Kross, Detlev Buck und Kida Khodr Ramadan stoßen nun auch noch Clemens Schick als spielsüchtiger Wärter, Deleila Piasko als psychopathische Ermittlerin und Fabian Hinrichs als skandalumwitterter Politiker dazu. Auch mit Leo Kunz und Kati Angerer wurde das Ensemble hochkarätig erweitert. Düstere Knastflure, tödliche Geheimnisse, Verrat und Intrigen: ASBEST 2 ist ein wilder Mix aus Straßenslang, Knastpoesie und jeder Menge Action.
Momo Kaval (Xidir Koder Alian) ist auf der Flucht. Sein Angriff auf einen Wärter beim Knastausbruch macht alles noch schlimmer: Jetzt wird er als Mörder gesucht! Während ihm der Schnüffler Weiß (Jan Georg Schütte) auf den Fersen bleibt, zieht die knallharte Sonderermittlerin Melnik (Deleila Piasko) den Fall an sich. Der Auftrag kommt von dem aalglatten Innensenator Köhler (Fabian Hinrichs), der wegen JVA-Skandalen und ausufernder Kriminalität unter Druck steht. Familienoberhaupt Ámar (Stipe Erceg) und dessen Handlanger Hassan (Veysel Gelin) checken unterdessen ins Gefängnis ein, wo mit dem „Kurden“ (Kida Khodr Ramadan) bereits ein mächtiger Gegenspieler wartet, der sich den korrupten Oberaufseher Besic (Clemens Schick) gefügig gemacht hat. Draußen versuchen Abdul (Maradona Akkouch) und Nabil (Mohamed Akkouch) das Geschäft der Kavals zu übernehmen. Als die Revierkämpfe eskalieren, kauft sich Ámar mit einem Verrat aus der Haft frei, um für Ordnung zu sorgen. Doch vor allem er muss Momo fürchten, der sich der Wahrheit über den zehn Jahre zurückliegenden Tod seines Vaters Schritt für Schritt nähert.
EPISODEN
Neue Runde, neues Spiel: Der Knastausbrecher Momo (Xidir Koder Alian) wird jetzt auch noch wegen Mordes an einem Wärter gesucht! Sonderermittlerin Melnik (Deleila Piasko) möchte ihn und ein Beweismittel in die Hände bekommen, das der Schnüffler Weiß (Jan Georg Schütte) geklaut hat. Im Gefängnis checken neue Gangster ein. Während Familienoberhaupt Ámar (Stipe Erceg) hohen Besuch bekommt, lernt sein „Pitbull“ Hassan (Veysel Gelin) den Oberaufseher Besic (Clemens Schick) auf schmerzhafte Weise kennen.
Der Rubel muss rollen! Hassan (Veysel Gelin) zieht im Knast einen geheimen Fight Club als Wettgeschäft auf. Der Häftling Wiktor (David Kross) meldet sich zum Kampf. Eigentlich ein abgekartetes Spiel – bis der korrupte Besic (Clemens Schick) mitmischt. Momo Kaval (Xidir Koder Alian) knöpft sich seine Cousins (Mohamed Akkouch, Maradona Akkouch) vor. Er erfährt die Wahrheit über ihren Verrat und wer dahintersteckt! Der Tod seines Vaters vor zehn Jahren ist nicht nur Momos Trauma, sondern auch ein Problem für seine gnadenlosen Feinde.
Überall Krieg – im Kiez wie im Knast. Momos Freundin Daniela (Lulu Hacke) bekommt Ärger als Dealerin, die Kavals rivalisieren mit einer anderen Gang und Besic (Clemens Schick) muss eine Leiche verschwinden lassen! Die Flucht von Momo (Xidir Koder Alian) endet in einem Kofferraum. Kurz darauf erfährt er vom Plan von Weiß (Jan Georg Schütte): Melnik (Deleila Piasko) und den Innensenator (Fabian Hinrichs) gemeinsam erledigen!
Momo (Xidir Koder Alian) und seine Freundin Daniela (Lulu Hacke) schmieden einen Plan. Sie möchten die Ermittlerin Melnik (Deleila Piasko) in ihre Gewalt bringen. Die fordert von Innensenator (Fabian Hinrichs) die Freilassung des Gangsters Ámar (Stipe Erceg), um die Straße wieder unter Kontrolle zu bekommen. Der kaltblütige Verbrecher muss sich jetzt entscheiden, ob er seinen „Bruder“ Hassan (Veysel Gelin) für die Freiheit opfert. Während Besic (Clemens Schick) nun für den „Kurden“ (Kida Khodr Ramadan) arbeiten muss, sinnt der Häftling Tayo (Mortel Jovete) auf Gerechtigkeit.
Jeder Verrat beginnt mit Vertrauen. Der Gangster Ámar (Stipe Erceg) kommt aus dem Knast und knöpft sich seine illoyalen Neffen vor. Momo Kaval (Xidir Koder Alian) sitzt wieder hinter Gittern. Was er herausfinden will, kann Köpfe rollen lassen! Der Innensenator (Fabian Hinrichs) muss vor den Untersuchungsausschuss. Er gibt Melnik (Deleila Piasko) die Schuld. Während seine Frau fürs Grobe ihre Beförderung einfordert, hat er ganz andere Pläne.
Im Knast herrscht der „Kurde“ (Kida Khodr Ramadan). Auf der Straße möchte Ámar (Stipe Erceg) die Ordnung wiederherstellen. Als der Kaval-Chef die Unterwelt zum Treffen lädt, greift ihn Dardan (Blerim Destani) mit Spitzel-Vorwürfen an. Momos Erinnerungsfetzen setzen sich zusammen. Er weiß, wer seinen Vater auf dem Gewissen hat. Nur ein Puzzlestück fehlt! Hoffnungen setzt er auf die Knastpsychologin Weber (Ann Sophie Heier). Das Treffen mit ihr nimmt jedoch eine schockierende Wende.
BESETZUNG & STAB
Momo Kaval
| Xidir Koder Alian |
Hauptkommissarin Maria Melnik | Deleila Piasko |
Wärter Luka Besic | Clemens Schick |
Hassan | Veysel Gelin
|
Ámar | Stipe Erceg |
Innensenator Köhler | Fabian Hinrichs |
Kurde | Kida Khodr Ramadan |
Jameel Kaval | Shadi Eck |
Patrick Weiß | Jan Georg Schütte |
Amira Kaval | Jasmin Tabatabai |
Daniela Nowak | Lulu Hacke |
Beamtin Nicole Fischer | Kathrin Angerer |
Wiktor | David Kross |
Champagner Charlie | Ludwig Trepte |
Achim Wehrich | Detlev Buck |
Abdul Kaval | Maradona Akkouch |
Nabil Kaval | Mohamed Akkouch |
Tayo | Mortel Jovete |
Sharif Kaval | Burak Yiğit |
| u. v. m. |
Created by | Kida Khodr Ramadan |
Regie | Olivia Retzer, Juri Sternburg |
Drehbuch | Juri Sternburg |
Serienidee |
Katja Eichinger
|
Kamera | Phillip Kaminiak |
Schnitt | Philipp Brozsek (AEA), Lukas Meissner (BFS), Elisa Maier |
Szenenbild | Fryderyk Świerczyński |
Kostümbild | Tabassom Charaf |
Musik | Clemens Bacher aka Cid Rim |
Ton | Jacob Ilgner, Andreas Mücke |
Maskenbild | Katharina Nädelin, Julia Baumann, Arabell Decker |
Casting | Greta Baumann |
Produzent:innen | Dan Maag, Marco Beckmann |
Executive Producer:innen | Léonard Häberle, Simon Happ, Stephanie Schettler-Köhler |
Redaktion | Carolin Haasis (ARD Degeto Film), Christoph Pellander (ARD Degeto Film) |
ASBEST 2 ist eine Produktion der PANTALEON Films GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD Mediathek. Die Serie wird gefördert vom German Motion Picture Fund, FISA+, BKM und ABA.
INTERVIEWS & STATEMENTS
Wie war es, in das ASBEST-Universum zurückzukehren?
Nach Drehende von Staffel 1 hat es nicht lange gedauert, bis ich wieder Lust hatte, Momo zu spielen und am Set zu stehen. Deshalb hat es sich ein bisschen so angefühlt, als würde man nach Hause kommen. Aber in ein verändertes Zuhause. Schon die erste Staffel hat eine extrem intensive Atmosphäre, und jetzt in der zweiten Staffel konnten wir das Ganze noch tiefer und roher weiterspielen.
Wie entwickelt sich Ihre Figur in der zweiten Staffel weiter?
Meine Figur wird in der zweiten Staffel stärker herausgefordert. Innerlich wie äußerlich. Momo muss mit Konsequenzen aus der Vergangenheit klarkommen und gleichzeitig Entscheidungen treffen, die ihn auf einen völlig neuen Weg bringen. Man sieht, wie sehr er zwischen Loyalität, eigenen Träumen und dunklen Versuchungen hin und hergerissen ist. Das macht ihn verletzlicher, aber auch spannender.
Welche Eigenschaften Ihres Charakters fanden Sie am herausforderndsten und welche am interessantesten?
Die eigentliche Herausforderung war, dass Momo ein sehr anspruchsvoller Charakter ist. Man muss sich gut auf Drehtage vorzubereiten, um die vielen Stimmungswechsel mitzutragen. Mit einem tollen Team habe ich über mehrere Monate intensiv zusammengearbeitet und bin an meine Grenzen gegangen, um alles zu geben und die bestmögliche Leistung für diese Fortsetzung und die Rolle des Momo abzurufen.
Wie war es, neu ins ASBEST-Universum zu kommen?
Ich wurde sehr herzlich empfangen. Es war eine Freude zu sehen, dass alle Beteiligten mit voller Leidenschaft involviert waren, und das steckt an. Juri Sternburg und Olivia Retzer sind ein Dream-Team, die mit einer großen Präzision und Leichtigkeit Regie führen. Jeder einzelne Drehtag hat sehr viel Spaß gemacht. Es werden auch ein paar neue Figuren in das ASBEST-Universum treten, auf die sich die Zuschauerinnen und Zuschauer freuen dürfen.
Beschreiben Sie Ihre Figur.
Maria Melnik ist eine unberechenbare Kommissarin mit Pokerface. Sie ist getrieben von dem Wunsch, es ganz nach oben zu schaffen. Als „lone wolf“ kämpft sie sich in einem von Männern dominierten Feld durch und hat kein Problem, auch skrupellos zu handeln. Darunter liegt eine große Einsamkeit und die Angst davor, unterschätzt zu werden. Viel mehr kann ich leider nicht verraten. Spoilergefahr!
Welche Eigenschaften Ihres Charakters fanden Sie am herausforderndsten und welche am interessantesten?
Wie so oft sind die herausforderndsten Eigenschaften gleichzeitig auch die interessantesten. Es war mir wichtig der Figur trotz ihrer kalten, harten Schale eine Tiefe zu geben, damit ihre Beweggründe nachvollziehbar sind. Ich habe kein Interesse daran, meine Rollen in Gut und Böse zu kategorisieren. Es ist die Widersprüchlichkeit, die uns zu Menschen macht.
Wie war es, neu ins ASBEST-Universum zu kommen?
In meinem Leben geht es schon immer ums Geschichtenerzählen. Jeder Film, jedes Theaterstück, jede Rolle, die ich spielen darf, ist wie ein weiteres Kapitel. Mit Juri Sternburg und Olivia Retzer für ASBEST zusammenzuarbeiten war ein Traum, weil sie mit Luka Besic eine großartige Rolle geschrieben haben und mir dann den Freiraum gelassen haben, mit dieser zu fliegen. Da man aber am Ende immer nur so gut ist wie sein Gegenüber, war das größte Geschenk das ganze Ensemble.
Beschreiben Sie Ihre Figur.
Luka Besic ist ein Gefängniswärter, der zuhause alles verloren hat, was ihm Halt geben könnte. Und so kämpft er seinen Weg von Tag zu Tag weiter nach unten, bis er am Ende ist.
Welche Eigenschaften Ihres Charakters fanden Sie am herausforderndsten und welche am interessantesten?
Ich empfinde grundsätzlich eine große Liebe zum Menschen und es ist ein großes Geschenk, mich in meiner Arbeit, mit den jeweiligen Schicksalen auseinandersetzen zu dürfen. Jemanden so Verlorenen wie Luka Besic zu beobachten, der trotz aller Schicksalsschläge immer noch Sehnsucht hat nach einem schönen geregelten Leben und in dem Kampf darum alles falsch macht, rührt mich sehr. Und es macht große Freude, das zu spielen.
Wie kam es zu der Zweierkombi? Wie haben Sie sich die Arbeit geteilt?
Olivia: Wir waren ja beide schon bei Staffel 1 dabei – Juri als Autor beratend am Set und ich oft aus dem Schneideraum heraus. Nachdem ich außerdem mit Kida zusammen TESTO 1 inszeniert hatte, war es fast eine logische Konsequenz, dass Juri und ich gemeinsam Regie führen.
Juri: Dadurch, dass wir beide quasi von verschiedenen „Enden“ der ersten Staffel kamen – ich als Autor vom Start und Olivia als Editorin von der Ziellinie – war es nur folgerichtig, dass wir uns für die zweite Staffel in der Mitte dieses Marathons getroffen haben.
Olivia: Die Vorbereitung haben wir sehr konsequent zusammen gestaltet: bei allen Motivbegehungen, Proben etc. waren wir beide dabei. Am Set waren wir zunächst gemeinsam, haben uns dann aber auch aufgeteilt – zwei Sets, zwei Teams, parallel. Morgens im Auto und abends auf dem Heimweg haben wir unsere Erfahrungen abgeglichen. Das hat super funktioniert! Während ich mich bei Juri rückversichern konnte, wie manches im Buch gedacht war, konnte ich mich mit meiner Erfahrung aus dem Schneideraum einbringen.
Juri: Es war sehr oft einfach beruhigend, zu wissen, dass da noch jemand ist, der gewisse Dinge genauso sieht oder eigene Sichtweisen bestätigen kann. Es gab natürlich auch Momente, in denen man erst zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen musste, aber das Wichtigste war, dass uns beiden schnell klar wurde, dass wir die gleichen Sachen gut – oder eben schlecht finden. Das hilft unglaublich.
Olivia: Die Postproduktion fand dann in Wien statt. Da ich dort lebe, habe ich diesen Teil intensiver betreut, während Juri parallel schon für seine nächsten Projekte gebraucht wurde.
Wie waren die Dreharbeiten für Sie beide?
Olivia: Vor der langen Drehzeit hatte ich großen Respekt – aber es war eine großartige Erfahrung. Wir hatten ein tolles Team, einen super Cast, und alle haben an einem Strang gezogen. Für mich war schnell klar: Das ist das, was ich unbedingt weitermachen möchte. Ich liebe die Montage, weil sie ein zutiefst gestalterischer Beruf ist – auch wenn man dabei aus Bestehendem formt. Beim Entstehungsprozess dabei zu sein, hat eine ganz eigene Magie.
Juri: Das ist für mich natürlich ein Sprung ins kalte Wasser gewesen. Von der Arbeit als Schriftsteller und Drehbuchautor, wo ich 95 % meiner Zeit alleine am Schreibtisch verbringe, in einen Berufszweig zu wechseln, der unglaublich viel mit Kommunikation zu tun hat – das hätte auch schief gehen können. Umso glücklicher bin ich, dass es sich von Tag eins sehr natürlich angefühlt hat. Zwei Aspekte haben mir geholfen, mich als Regisseur zurecht zu finden: Erstens komme ich mütterlicherseits aus einer Theater-Familie, habe mein halbes Leben auf Proben verbracht und konnte dort wahrscheinlich unbewusst schon jede Menge lernen – und zweitens langweile ich mich leider etwas zu schnell. Es ist es für mich also geradezu beruhigend, wenn bis zu dreißig Menschen, Bildschirme oder Situationen gleichzeitig meine Aufmerksamkeit erfordern. Und das war am Set definitiv der Fall.
Wo haben Sie an die Regie der ersten Staffel angeknüpft, und welche eigenen Akzente wollten Sie setzen?
Olivia: Kida hat eine sehr gute Intuition und macht vieles aus dem Bauch heraus richtig. Das wollten wir mit einer klaren Planung kombinieren – ohne dabei die Authentizität aufs Spiel zu setzen. Planung heißt für mich nicht, etwas festzulegen, sondern Freiräume so zu gestalten, dass sie sich am Set in etwas Organisches verwandeln können. Und natürlich sollte ASBEST nicht völlig neu erfunden werden, aber sich doch spürbar weiterentwickeln.
Wie hat sich die Geschichte seit der ersten Staffel weiterentwickelt?
Juri: Es wäre natürlich ein leichtes gewesen, nach dem riesigen Erfolg der ersten Staffel zu sagen: Da setzen wir jetzt noch einen drauf, in dem wir einfach nur größer werden. Mehr Action, mehr Gegenspieler, mehr Explosionen. Und das haben wir natürlich hier und da auch getan. Für mich war ASBEST aber immer auch eine sehr introspektive Geschichte. Ein Junge, der – unschuldig oder nicht – im Gefängnis zu dem wird, was die Gesellschaft schon immer in ihm gesehen hat. Deswegen war für mich von Anfang klar: Ja, eine zweite Staffel muss mehr bieten. Aber nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Insofern habe ich mich an vielen Stellen darauf konzentriert, tiefer zu graben, statt nur höher zu stapeln.
Erzählweise und Handlungsfolge sind in der zweiten Staffel noch dichter, gedrängter, spannungsgeladener. War das eine bewusste dramaturgische Entscheidung?
Juri: Es wäre ja eine merkwürdige Entscheidung zu sagen, man möchte die Geschichte jetzt weniger spannend weitererzählen. Insofern freut es mich erst mal, dass das so wahrgenommen wird. Natürlich war das (auch in Abstimmung mit unserer Redakteurin Carolin Haasis von der ARD Degeto Film) immer das Ziel – dichter werden, sich mehr auf den Kern der Story fokussieren. ASBEST ist ja auch eine unglaubliche Ensemble-Produktion, der Cast liest sich wie das „who is who“ des deutschen Films. Deswegen war es uns wichtig, den Fokus nicht zu verlieren und einen durchgehenden Strang zu haben, der die Zuschauer*innen fesselt.
Olivia: Und wir hatten deutlich mehr Material als in der ersten Staffel. Wir haben höher aufgelöst und konnten dadurch, dass wir teilweise zwei Sets hatten, auch deutlich mehr drehen.
Welche neuen Charaktere erwarten das Publikum in ASBEST 2 und wie beeinflussen sie die Handlung?
Juri: Mit Clemens Schick, Deleila Piasko, Kathi Angerer und Fabian Hinrichs konnten wir vier absolute Weltklasse-Schauspieler überzeugen, sich dem Projekt anzuschließen. Während Hinrichs und Piasko dabei als klassische Antagonisten, mit jeder Menge bisher unbekannter Geheimnisse aufwarten und eine Polit-Welt verkörpern, die in der ersten Staffel noch gar keine Rolle gespielt hat, haben wir mit Clemens Schick neben seiner Rolle als Wärter noch eine zweite Ebene herausgearbeitet, die für sich genommen fast schon eine eigene Kurzgeschichte ist. Und dazu kommen, zum Beispiel mit Maradona und Mohamed Akkouch, frische Gesichter, die in der ersten Staffel schon einen kleinen Auftritt hatten und jetzt komplett abgeliefert haben. Für alle weiteren Infos muss man sich die zweite Staffel anschauen.
Gewalt spielt auch in der zweiten Staffel eine große Rolle. Warum kulminiert die Handlung immer wieder in exzessiven Gewalt-Tableaus, und worin besteht ihr inhaltlicher wie ästhetischer Aussagewert?
Olivia: Gewalt gehört zu einem Gefängnisdrama einfach dazu – sie spiegelt die Härte des Knastalltags wider. Mich interessiert daran weniger der Schockwert, sondern, dass Gewalt auch etwas über das Menschliche erzählt – über Grenzen, über Macht und Ohnmacht, über das, was passiert, wenn Regeln und Nähe neu verhandelt werden müssen.
Juri: Ich war bei der Recherche immer wieder erstaunt, wieviel aktuelle und reale Fälle es gibt, in denen es um Korruption, Gewalt und illegale Aktivitäten in deutschen Gefängnissen geht. Natürlich sind diese Geschichten bei uns oft filmisch überhöht und dicht aneinandergereiht, aber es ist dann doch oft weniger Hollywood als man denkt. Zudem gibt es beispielsweise Studien, die darauf hinweisen, dass Gewalttäter eine deutlich vergrößerte persönliche Distanz aufweisen und besonders empfindlich auf die Verringerung zwischenmenschlichen Abstands reagieren. Wenn man diese Menschen dann auf engem Raum zusammenpfercht, ist es oft nur logisch, dass Konflikte erstehen.
Welche Rolle spielt die Musik in der neuen Staffel?
Olivia: Für den Score habe ich den Musiker Cid Rim ins Boot geholt. Er hat aus vielen metallischen Geräuschen, die er aufgenommen hat, die Filmmusik komponiert. Was ich mir immer für meine Projekte gewünscht habe, konnte ich bei ASBEST 2 umsetzen: Clemens (aka Cid Rim) hat eng mit den beiden Sounddesignern Karim Weth und Laurenz Öllinger zusammengearbeitet. Überhaupt ist mir Sound extrem wichtig – über die Tonebene lässt sich wahnsinnig viel erzählen, sie setzt die Tonalität und schafft eine eigene Ebene der Erzählung.
Juri: Wir haben für den Soundtrack mit u. a. Apsilon, Lacazette, Wa22ermann oder RapK jede Menge Künstler gewinnen können, die aktuell tonangebend sind – im wahrsten Sinne des Wortes. Trotzdem war es uns wichtig, nicht in eine typische Musikvideo-Ästhetik zu verfallen und Rapmusik als unumgängliches Stilmittel zu nutzen. An vielen Stellen wollten wir die sowieso schon sehr Testosteron-geschwängerte Grundstimmung einer Männerknast-Story eher brechen, indem wir uns für Songs entschieden haben, die man vielleicht nicht sofort in einer Serie wie ASBEST vermuten würde.
Ansichtsfolgen zu ASBEST 2 stehen akkreditierten Journalisten im Pressevorführraum zur Verfügung: presse.daserste.de
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