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ARD

Herausgegeben von der ARD-Programmdirektion / Presse- & Multiplikatorenkommunikation

Impressum

Redaktion:
Ingrid Günther
ARD-Programmdirektion (Presse- & Multiplikatorenkommunikation)

Texte:
ARD Degeto Film GmbH / agentur67

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Medien
  • ARD
  •  | Helmut Fischer



















Spurlos in Venedig

AB 4. DEZEMBER 2025 | ARD MEDIATHEK AM 6. DEZEMBER 2025 | 20:15 UHR | DAS ERSTE
  • Bild: ARD Degeto Film/Lailaps Films/Alfie Samba

Stand: Oktober 2025

Inhalt



  • Bild: ARD/Degeto Film/Alfio Sambataro
  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro

Er will nie mehr kämpfen – und muss es doch wieder tun: Um einen entführten Jungen zu befreien, zieht der vielfach ausgezeichnete Max Riemelt als deutscher Ex-Elitesoldat in einen wenig aussichtsreichen Krieg mit der Mafia. Grimme-Preisträgerin Jeanette Hain schlüpft in die Rolle seiner Gegenspielerin, die eine ebenso vielschichtige wie knallharte Patin eines Verbrecherclans verkörpert. Die Lagunenstadt Venedig bietet, nach Marseille und Athen, die einzigartige Kulisse für den dritten Fall der „Spurlos“-Reihe, die beim zweiten Film mehr sechs Millionen Zuschauer erreichte. Florian Iwersen schrieb das Drehbuch zu dem spannenden Thriller, den Regisseurin Claudia Garde mit einer deutsch-italienischen Besetzung an Originalschauplätzen drehte.

Im ruhigen Viertel Castello, nordöstlich der weltberühmten Altstadt Venedigs, lebt zurückgezogen ein Deutscher, den hier alle nur als „Angelo“ (Max Riemelt) kennen. Er verdient seinen bescheidenen Lebensunterhalt als Tellerwäscher in einem der vielen Restaurants der Stadt. Niemand weiß etwas über sein früheres Leben. Als er zufällig Zeuge wird, wie brutale Mafia-Schläger der mächtigen „Capo“ Gaia Contarini (Jeanette Hain) seine Nachbarin Sofia (Lisa Lendaro) und ihren siebenjährigen Sohn Luca (Ettore Rosetto) bedrohen, greift Angelo wie ein erfahrener Kämpfer ein – und tötet dabei den Anführer Paolo (Federico Mainardi). Die Gangster waren hinter Sofias Ehemann Nico (Andrea Volpetti) her, der in einen Drogendeal verwickelt ist, bei dem drei Tonnen Kokain unterschlagen wurden. Nun gerät Angelo in das Fadenkreuz der Mafia, denn Gaia sinnt auf Rache für den Tod ihres Ziehsohns Paolo. Sofort will er untertauchen, ändert allerdings seine Pläne, als Gaia den kleinen Luca in ihre Gewalt bringt. Um Luca zu retten, geht der kriegserfahrene Angelo überraschend zum Gegenangriff über. Er ahnt jedoch nicht, wie weit der Arm der einflussreichen Mafia-Chefin reicht …





Besetzung & STAB















  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro

BESETZUNG

ANGELO/GABRIEL WENDT
Max Riemelt
GAIA CONTARINI
Jeanette Hain
SOFIA
Lisa Lendaro
ZENNARO
Claudio Caiolo
LUCA
Ettore Rossetto
NICO
Andrea Volpetti
TOMMASO
Diego Pagotto
BATTISTA
Diego Riace
RICCARDO
Max Malatesta
PAOLO
Federico Mainardi
MIRCO MAHLER
Steve Thiede
MICHELE
Alessandro Apostoli
ABDUL
Diao Franco Lamine
LAURA
Charlotte Unterweger

u. v. m.



STAB

REGIE
Claudia Garde
BUCH
Florian Iwersen
KAMERA
Andreas Köhler
LICHT
Hanoi De La Paz
SZENENBILD
Susanna Codognato
KOSTÜMBILD
Petra Kray
MASKE
Consuelo Vitturi
CASTING
Cassandra Han
MUSIK
Susan DiBona, Salvatore Sangiovanni
TON
Mattia Biadene
SCHNITT
Thomas Stange
HERSTELLUNGSLEITUNG
Stephan Hartwig, Kirsten Frehse (ARD Degeto)
PRODUKTIONSLEITUNG
Simonetta Di Fresco
PRODUZENT
Nils Dünker
REDAKTION
Claudia Luzius, Christoph Pellander (beide ARD Degeto)

Gedreht wurde von 22.10. bis 25.11.2024 in Venedig.

Spurlos in Venedig ist eine Produktion der Lailaps Films – a Studiocanal Company im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD.

Dieser Film wurde mit Unterstützung des Fonds zur Förderung von Investitionen in Film und audiovisuelle Medien realisiert. Gefördert durch den Regional Production Fund der Regione del Veneto. Mit Unterstützung der Veneto Film Commission. In Zusammenarbeit mit Mestiere Cinema.



  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro



Die Darstellenden & ihre Rollen

























  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro

Max Riemelt spielt Angelo/Gabriel

Angelo lebt unter falschem Namen auf der Schattenseite Venedigs. Er wirkt unauffällig, doch seine Präzision, Wachsamkeit und Ruhe verraten einen Mann, der Gewalt kennt – und meidet. Als er Zeuge eines brutalen Angriffs wird, zieht ihn ein einziger Moment zurück in eine Welt, aus der er längst geflohen war. Getrieben von Schuld und Instinkt wird Angelo zum Schlüssel in einem Netz aus Verbrechen, Macht und Verrat.



Sie spielen einen Mann, der in Venedig wie ein Schatten durchs Labyrinth der Gassen zieht – ein Fremder, der plötzlich zur Schlüsselfigur wird. Was hat Sie an dieser geheimnisvollen Doppelrolle zwischen Opfer und Täter gereizt?

Die Person, die ich gespielt habe, hat ein dunkles Geheimnis: ein Trauma von einem Einsatz als Soldat, vor dem er versucht, sich zu verstecken. Mitten in Venedig, mit einer neuen Identität zwischen Touristen und italienischen Arbeitskollegen fühlt er sich anonym und sicher. Er wird zum Einzelgänger, der niemanden an sich ranlässt. Erst als er gezwungen wird zu helfen, schafft er es, sich langsam zu öffnen und sich seinen Problemen zu stellen. Was mich daran gereizt hat, war diese universelle Botschaft: Man kann vor seiner Vergangenheit und den daraus resultierenden Ängsten nicht wegrennen, man muss sich ihnen stellen, um eine Perspektive und eine Zukunft zu haben. Die Tatsache mit Claudia Garde und anderen Bekannten aus der Serie ,BONN' in Venedig arbeiten zu dürfen und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen, war ein zusätzlicher Bonus.



Venedig zeigt sich hier von seiner geheimnisvollen, finsteren Seite, fernab der Postkarten-Motive. Wie haben Sie diese Atmosphäre genutzt, um Angelos innere Zerrissenheit spürbar zu machen?

Ehrlich gesagt hatten wir meist viel Sonnenschein und nur ein-zwei Tage diesen atmosphärischen Nebel, für den Venedig so bekannt ist. Dennoch erzählen wir die düstere Welt der italienischen Mafia, welche natürlich sehr brutal ist und immer im Geheimen stattfindet. Man sieht hinter die schönen Fassaden der Palazzi und die Postkartenidylle. Vor allem Jeanette Hein und ihre starken italienischen Schauspielkollegen haben diese Welt ausgemacht. Durch ihr Spiel entsteht diese gefährliche Atmosphäre, die wiederum die Zerrissenheit meiner Figur glaubhaft macht.



Ihr Charakter trägt ein dunkles Geheimnis, das Stück für Stück enthüllt wird. Wie gelingt es Ihnen, Spannung aufzubauen, ohne zu viel zu verraten und dabei den Zuschauer doch ständig zu fesseln?

Für die Spannung ist eigentlich immer die Regie verantwortlich. Als Schauspieler versuche ich eine Szene glaubhaft und so authentisch wie möglich zu spielen. Ich glaube, wenn man als Schauspieler mit seinem Spiel zu viel versucht zu erklären, indem man es mit seinem Gesicht oder dem gesprochenen Wort kommentiert, dann wird es unglaubwürdig, vorhersehbar und langweilig – besonders bei einer so mysteriösen Figur wie Angelo. Ich vertraue darauf, dass die Bilder und die Geschichte selbst spannend genug sind. Was aus dem gedrehten Material im Schneideraum entsteht, ist eine Kunst für sich. Ich weiß nie wirklich, wie der fertige Film am Ende wird/wirkt.



Ein kleiner Teil Ihrer Dialoge ist auf Italienisch – eine Sprache, die auch die Stimmung des Films prägt. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet, und hat sich Ihr Spiel durch die andere Sprache verändert?

Ich finde es gut, dass in diesem Film italienisch gesprochen wird. Es macht die ganze Szenerie und die Figuren glaubhaft. Es ist ein wichtiger Teil dieser Welt, die wir versuchen so gut wie möglich wiederzugeben. Ich hatte eine Sprachcoachin, mit der ich mich etwas vorbereitet habe – und am Set habe ich Hilfe von Kollegen und Teammitgliedern bekommen. Ich denke, dass sich auch mein Spiel und die Stimme nur durch die Sprache grundlegend verändert. Da meine Rolle nicht perfektes Italienisch sprechen musste, war ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.



„Spurlos in Venedig“ wurde an sehr ungewöhnlichen Originalschauplätzen gedreht – von engen Gassen über verlassene Palazzi bis hin zur Lagune im Nebel. Gibt es einen Moment während des Drehs, der Ihnen besonders unter die Haut gegangen ist?

In einem Touristenhotspot wie Venedig das Privileg eines Filmteams zu haben, gibt einem schon ein besonderes Gefühl. Ich hatte zum Beispiel einen Aufenthaltsraum, der Teil der Viennale war und somit war ich gleichzeitig von Kunst umgeben. Außerdem haben wir mit Einheimischen an Orten gedreht, die man sonst nicht in diesem Kontext kennengelernt hätte. Es gab auch viele Herausforderungen beim Dreh: auf und besonders im Wasser zu drehen, ging unter die Haut.

  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro





















  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro

Jeanette Hain spielt Gaia Contarini

Gaia Contarini ist die charismatische, aber eiskalte Matriarchin eines venezianischen Clans. Als ihr Ziehsohn stirbt, gerät ihr Machtgefüge aus dem Gleichgewicht – und sie wird zur treibenden Kraft in einem gnadenlosen Kampf um Schuld und Vergeltung. Hinter ihrer kontrollierten Fassade arbeitet eine gefährliche Mischung aus Intelligenz, Misstrauen und Trauer. Gaia ist eine Frau, die alles zu verlieren droht – und deshalb zu allem fähig ist.



Gaia Contarini ist keine klassische „Bösewichtin“ – sie ist gleichzeitig Mafiosa, Ersatzmutter und eine Frau, die um ihren „Ziehsohn“ trauert. Was hat Sie an dieser Mischung aus Macht, Verletzlichkeit und Abgrund fasziniert?

Ich denke im Leben geht es darum, die Reise zu sich selbst zu unternehmen, sich kennenzulernen, anzunehmen, all die unterschiedlichen Räume, die wir in uns haben, zu betreten, ohne Angst, was sich dahinter verstecken könnte, denn selbst ein Abgrund kann uns wieder ans Licht bringen. Ich umarme meine eigene Verletzlichkeit, wie heißt es so schön, „Ein Herz muss brechen, um zu wachsen“. Macht ist mir persönlich fern, allerdings im Schauspiel eine herrliche Herausforderung. Vor vielen Jahren durfte ich am Bochumer Schauspielhaus unter der Regie von Armin Holz im „Der ideale Gatte“ von Oscar Wilde, die von Machthunger zerfressene Mrs. Cheveley spielen. Diese Abgründe durften jetzt bei Gaia Contarini ihre Blüten tragen.



Viele Ihrer Szenen spielen in prachtvollen, aber verfallenen Palazzi Venedigs – Sinnbilder für Schönheit und Vergehen. Wie sehr hat dieser besondere Schauplatz Ihr Spiel inspiriert?

Venedig zieht mich jedes Mal aufs Neue in seinen magischen Bann. Ich liebe den zeitlosen, morbiden Herzschlag dieser Stadt, die nicht dem ständigen, wilden Wandel unserer modernen Zeit zum Opfer fällt. Venedig ist Inspiration pur. Es war ein großes Geschenk während der Dreharbeiten so manchen prächtigen Palazzo betreten zu dürfen und dem Geflüster von hunderten von Jahren zu lauschen. Die Schönheit dieser Orte liegt für mich in ihrem Verblühen, dem Farbenspiel ihrer langsamen Auflösung. All das trifft mich mitten ins Herz und beflügelt mein Spiel.



Ihre Figur kann in einem Moment zärtlich und mütterlich wirken und im nächsten eiskalt und gnadenlos. Wie haben Sie diese extreme Spannung greifbar gemacht, ohne Gaia zur Karikatur werden zu lassen?

Ich versuche mich im Spiel mit Haut und Haaren den einzelnen Momenten hinzugeben, aus denen eine Szene gewoben ist. Aus scheinbaren Widersprüchlichkeiten wird ein Fluss, die Dualität von Zärtlich- und Mütterlichkeit, Kälte und Gnadenlosigkeit löst sich auf und so werden diese Wesenszüge von Gaia Contarini als Einheit wahrgenommen.



Auch Sie mussten einige Momente im Film auf Italienisch spielen, teils in sehr intensiven, emotional aufgeladenen Szenen. Wie war es, diese Gefühle in einer Fremdsprache zu transportieren?

Ich bin ja in München geboren und hatte das große Glück mehrmals im Jahr mit meiner Familie Urlaub in Italien machen zu dürfen. Ich liebe die italienische Sprache über alles. Mit etwa 15 Jahren war ich während eines schulischen Austauschprogramms bei einer Familie in Verona. Erst habe ich mich mit Händen und Füßen verständigt und dann kamen langsam die Worte dazu. Vor Jahren war ich außerdem sehr in einen Italiener verliebt, drum fällt es mir leicht, in dieser Sprache leidenschaftlich Gefühle zu zeigen.

Für „Spurlos in Venedig“ hätte mein Italienisch allerdings nicht ausgereicht und darum habe ich mit der wunderbaren Sprachcoachin Angela Chiozza-Langfeld gearbeitet, die eine geniale Lehrerin ist. Sie hat mir die Sprache und auch Venedig, ihren Geburtsort, auf eine solch innige Weise nahegebracht, für die ich ihr zutiefst dankbar bin.



Venedig ist fast eine eigene Figur in diesem Film. Gibt es eine Szene oder ein Bild vom Set, das Sie persönlich nie vergessen werden?

Ich werde nie vergessen, wie der Sonnenaufgang die Stadt wachküsst, der Kaffeeduft durch die noch menschenleeren Gassen zieht und ich durch Maske und Kostüm in einem verwaisten Palazzo langsam zu Gaia werde. Jede Bewegung in dieser Stadt ist entschleunigt, eine wohltuende Achtsamkeit und Behutsamkeit hat unsere Arbeit begleitet, rund um die Uhr. Ich werde keine einzige Szene, kein einziges Bild vom Set vergessen. Venedig ist die betörendste Stadt und das inspirierendste Set, del Mondo.



  • Bild: ARD Degeto Film/Alfio Sambataro

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